Hüllflächenoptimierung

Hüllflächenoptimierung bedeutet, dass nur die unbedingt notwendigen Hüllflächen gedämmt werden. Welche Flächen sind für die Dämmung am besten geeignet?

Die Effekte dieser Optimierungsmaßnahme werden am Beispiel des Dachgeschosses untersucht

1. Die thermische Hüllfläche des gesamten Dachraums eines 10 m langen und 8 m breiten Gebäudes beträgt bei einem 45° geneigten Dach: 2 Dachflächen +2 Giebelflächen = 145 m²

2. Wird das Dachgeschoss zu Wohnzwecken genutzt, beträgt die kleinste Hüllfläche: 2 Drempelwände + 2 Dachschrägen + 2 Giebelwände + 1 Kehlbalkendecke = 124,5 m².
In diesem Fall sollten die Drempel vollständig mit Einblas-Dämmstoff gefüllt werden.

3. Das Flächenmanagement ergab, dass ein Dachausbau nicht erforderlich ist. Das Dachgeschoss wird als Lagerraum genutzt und aus der thermischen Hülle entfernt. Die erforderliche Dämmfläche auf der obersten Geschossdecke beträgt nur 80 m².

Es wird augenfällig, dass bei Lösung 3 neben dem Gebäudevolumen die zu dämmende Fläche fast halbiert ist.

Abschätzung der Einsparung

  • Abhängig von der Dachneigung und der Länge und Breite des Daches ist die zu dämmende Fläche bis doppelt so groß: Faktor 2
  • Für den selben Einspareffekt muss auch die Dämm-Qualität doppelt so gut sein: Faktor 2
  • Die fachgerechte Dämmung der Dachflächen und der Giebelwände kostet pro m² mindestens doppelt so viel, wie die einfache Dämmung der Decke: Faktor 2

Um denselben Einspareffekt zu erzielen, muss bei der vollständigen Dachdämmung mindestens der 8-fache Betrag aufgewendet werden.