Der richtige Dämmstoff

Man muss die unterschiedlichen Produkte und Dämmverfahren sehr genau kennen, um für die Anforderungen vor Ort den richtigen Dämmstoff auswählen zu können.

Das IpeG-Institut pflegt eine Sammlung von über 230 verschiedenen Dämmstoffen. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht:

Die richtige Dicke

Die EnEV schreibt Mindestanforderungen für die thermische Qualität der jeweiligen Hüllflächen-Bauteile vor.

Die Anforderungen der EnEV lassen sich je nach Einbausituation mit unterschiedlichen Dämmstoffen erfüllen. Um mit einem Dämmstoff mit hoher Wärmeleitstufe (z.B. WLS 045) die gleiche Dämmwirkung erreichen zu können, wie mit einer niedrigen, sind größere Dämmdicken erforderlich. Wo viel Platz vorhanden ist, kann also mit einem relativ kostengünstigen Dämmstoff mit dickeren Schichten gearbeitet werden. Steht wenig Platz zur Verfügung, muss mit einem hochwertigen Dämmstoff (z.B. WLS 022) und dünneren Dicken gearbeitet werden.

Dämmstoff-Vergleich

Dämmstoffe mit unterschiedlichem Dämmwerten lassen sich wie folgt vergleichen:

s2 = s1 x λ2 / λ1 (Dicke 2 = Dicke1 x Dämmwert2 / Dämmwert1)

Verhältnis von Dämmstoffdicke und Einsparung

Die Grafik zeigt, dass bei einem sehr guten Dämmwert (Phenolharz-Dämmplatten) unter Berücksichtigung der Material- und Einbaukosten die optimalen Schichtdicken zwischen 60 und 100 mm liegen.

Für jede Einbausituation und für jeden Dämmstoff ergibt sich eine andere optimale Dämmstoffdicke.